Chronologie

11. August 1778
Friedrich Ludwig Jahn wird in Lanz als Sohn des Dorfpfarrers geboren.

1791 – 1794
Er besucht das Gymnasium in Salzwedel.

1794 – 1795
Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin (ohne Abschluss)

1796 – 1803
Studium in Halle, Greifswald und Besuch weiterer Universitäten

1803 – 1805
Hauslehrer in Mecklenburg

1805 – 1806
Fortsetzung des Studiums in Göttingen

1806
Sieg Napoleons bei Jena und Auerstedt; Jahn wird Zeuge der Niederlage Preußens und der Okkupation anderer deutscher Staaten. Er trifft die Entscheidung seines Lebens, für die Einheit und Freiheit Deutschlands zu wirken.

1807
Besuch bei GutsMuths in Schnepfenthal mit Besichtigung des dortigen Gymnastik-Platzes

1809
- Lehrer am Grauen Kloster in Berlin
- vergeblicher Versuch einer akademischen Karriere

1810
- Hilfslehrer an der Plamannschen Anstalt
- Er gründet mit Friesen den geheimen "Deutschen Bund".
- Jahn führt Schüler zu Leibesübungen und Spielen ins Freie.
- Das Buch „Deutsches Volksthum“ erscheint.

18.06.1811
- Eröffnung des 1. öffentlichen Turnplatzes auf der Berliner Hasenheide
- Jahn stellt das Turnen auch in den Dienst der patriotischen Erziehung zur Vorbereitung auf den Befreiungskrieg.

1813
Turner und Studenten bewähren sich im Lützower Freikops; Jahn selbst ist einer der Kommandeure.

16.10.1813
Völkerschlacht bei Leipzig (bis 19.10.1813)

24.07.1814
Jahn besucht aus Paris kommend die Wartburg (Eintragung).

30.08.1814
Hochzeit mit Helene Kollhof

1814
- Hardenberg sichert Jahn ein jährliches Ehrengehalt zu
- Jahn fordert: ...freie Rechte, Verfassung, Einheit des Vaterlandes.

1814 – 1815
- In verschiedenen Aufträgen für die preußische Regierung tätig, u. a. in Frankfurt/M., Wien und Paris.
- lebenslanger Ehrensold und Anwartschaft auf das „Eiserne Kreuz“

29.05.1815
Studenten-Turner, ehemalige Lützower, gründen in Jena die Urburschenschaft nach Jahns Ideen

1815 – 1819
Geburt seiner drei Kinder

1816
In Berlin erscheint Jahn/Eiselen: „Die Deutsche Turnkunst“.

1817
- Höhepunkt der patriotischen Turnbewegung
- über 100 Turnplätze in Preußen, 1074 Turner in der Hasenheide
- Jahn hält in Berlin 21 Vorträge über „Deutsches Volksthum“ mit Angriffen gegen Reaktion und Kleinstaaterei.
- Wartburgfest
- Jahn erhält die Ehrendoktorwürde von den Universitäten Jena und Kiel.

1818
Turnfehde

14.03.1819
Der Turnplatz in der Hasenheide wird nicht zur jährlichen Wiedereröffnung freigegeben.

23.03.1819
Student Sand ermordet Kotzebue.

13.07.1819
In der Nacht zum 14.Juli wird Jahn vom Krankenbett seines Kindes weg verhaftet und fünf Jahre in Spandau, Küstrin, Berlin und Kolberg gefangen gehalten.

31.08.1819
„Karlsbader Beschlüsse“ - Demagogenverfolgung, Verbot der Burschenschaft und des Turnwesens

1819
Seine Kinder Waldemar und Sieglinde sterben an Diphtherie.

1823
Ehefrau Helene stirbt.

13.01.1824
Urteil in erster Instanz und Selbstverteidigung

15.02.1825
Hochzeit mit Emilie Hentsch

15.03.1825
- Freispruch und Weiterzahlung der Ehrenpension unter der Bedingung, sich in keiner Universitäts- oder Gymnasialstadt Deutschlands niederzulassen
- Wohnsitz in Freyburg (Unstrut)

1828
Verbannung nach Kölleda

1836
Rückkehr nach Freyburg

1838
Seine Mietwohnung brennt ab.

1838 – 1839
Bau des Wohnhauses in Freyburg nach eigenen Plänen

1940
Rehabilitierung durch König Friedrich Wilhelm IV. und Verleihung des „Eisernen Kreuzes“

1842
Aufhebung des Turnverbotes

1848
- Märzrevolution
- Jahn wird Abgeordneter der Deutschen Nationalversammlung (Frankfurt/M.)
- Teilnahme an der Gründung des Deutschen Turnerbundes
- Zerwürfnis mit den republikanisch gesinnten Turnern
- „Schwanenrede“

1849
Scheitern der Nationalversammlung

15. Oktober 1852
Friedrich Ludwig Jahns stirbt in Freyburg (Unstrut). Seine Grabstelle ist im Ehrenhof seines Wohnhauses, dem heutigen Friedrich-Ludwig-Jahn-Museum.