DTB-Präsident Rainer Brechtken wurde 70

Am 15. August 2015 feierte Rainer Brechtken, Präsident des Deutschen Turner-Bundes, die Vollendung seines 70. Lebensjahres. Der ehemalige Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg wurde im November 2000 in Leipzig zum DTB-Präsidenten gewählt, nachdem er bereits seit 1996 das Amt des Vizepräsidenten innegehabt hatte. Als „Quereinsteiger“ kam der Leichtathlet (Mittel- und Langstreckenläufer) im Jahr 1994 mit seiner Wahl zum Präsidenten des Schwäbischen Turnerbundes (bis 2012) mit der Turnbewegung in Berührung. Inzwischen ist er ein „leidenschaftlicher Turnbruder“ geworden, der vor allem die Vielfalt und die gesellschaftspolitische Entwicklung der Turnbewegung als herausragendes Merkmal innerhalb des organisierten Sports schätzt. In seiner Amtszeit besuchte er mehrmals Freyburg und wusste bei seinen Ansprachen bei der feierlichen Kranzniederlegung und in der Mitgliederversammlung immer wieder die Bedeutung der Jahn-Gesellschaft zu loben: weil sie sich, wie er es formulierte und wie es in der Tat unabdingbar ist, erfolgreich der kritischen Auseinandersetzung mit Jahn und der Entwicklung der Turnbewegung stellt.

 

Kg.

Jürgen Dieckert wird 80

 

Sein Freyburger Mitgliedsausweis trägt die Nummer 1: Jürgen Dieckert (aus Oldenburg) gehört mit Jürgen Leirich und Martin Bertling zu den drei Initiatoren, die 1992 für die Gründung des Jahn-Fördervereins sorgten, des Vorgängers der jetzigen Jahn-Gesellschaft. Am 10. Juni 2015 begeht er seinen 80. Geburtstag.

 

Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Dieckert, Ehrenpräsident des Deutschen Turner-Bundes seit 2000, war in seiner Jugend für den TK Hannover ein erfolgreicher Mehrkämpfer und wurde 1956 Deutscher Juniorenmeister im Deutschen Zwölfkampf. Nach dem Abitur in 1955 studierte er in Göttingen Germanistik und Leibeserziehung. Sein beruflicher Weg führte ihn zunächst an das Institut für Leibeserziehung der Universität Saarbrücken, wo er 1968 zum Dr. phil. Promovierte, danach auf den Lehrstuhl für Leibeserziehung der damaligen Pädagogischen Hochschule Oldenburg, 1974 folgte die Professur für Sportwissenschaft an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

 

Im Deutschen Turner-Bund (DTB) war er von 1962 bis 1966 als Bundesjugendwart Mitglied des Präsidiums. Von 1970 bis 1974 Mitglied im Präsidium des Deutschen Sport-Bundes (DSB), machte er sich als Mitbegründer der Trimm-dich-Bewegung verdient. Zeit seines Lebens ging es ihm um den Ausbau und die Differenzierung des Breiten- und Freizeitsports. Von 1980 bis 1983 untersuchte er in Brasilien als Gastprofessor einen Indianerstamm auf seine Spiel- und Bewegungskultur hin, was sich u. a. in mehreren Fernsehfilmen niederschlug.

 

Für uns wirkte er entscheidend als Präsident des DTB, der er von 1990 bis 2000 war (sein Vorgänger: Dr. Walter Wallmann, sein Nachfolger: Rainer Brechtken). Mehrere Jahre war er daneben Mitglied im Präsidium des Nationalen Olympischen Komitees (NOK).

 

 

Jürgen Dieckert war auch nach 2000 noch gefragt als Autor zahlreicher Beiträge über Jahn und die Turnbewegung sowie als Redner, z. B. bei der Feier 200 Jahre Hasenheide, aber auch mehrfach in Freyburg. 1997 wurde er mit dem Verdienstkreuz am Bande des Bundesverdienstordens ausgezeichnet. Zusammen mit seiner Frau Bärbel hat er seinen Lebensmittelpunkt weiterhin in Oldenburg.

 

Hansgeorg Kling

 

 

 

 

Der erste Jahn-Report 2015 ist da

Mit einer wiederum kurzweilig zu lesenden Ausgabe wartet der zweimal im Jahr erscheinende „Jahn-Report“ auf. Die 44-seitige Broschüre dokumentiert zunächst einen Vorgang, der sich in Berlin abspielte: Die Umbenennung der dortigen „Turnvater-Jahn-Grundschule“ forderte sowohl die Jahn-Gesellschaft heraus wie auch den Deutschen Turner-Bund (DTB). Es galt, klipp und klar in Worte zu fassen, warum wir uns auf Jahn berufen und warum die Turnbewegung auf ihm fußt. Das wird auf fünf Seiten dargestellt.

Die Hauptbeiträge beschäftigen sich mit der Bedeutung des Wiener Kongresses (der tagte vor 200 Jahren), mit der Weltgymnaestrada („Das Phänomen Gemeinschaftserlebnis im Wandel der Zeit“), mit der Entwicklung des Turnens in Brasilien, mit der Vereinskultur im DTB (am Beispiel des Jubiläums-Festschriften-Wettbewerbs) und mit der Gründung der Burschenschaft im Juni 1815 (Jahns Weichenstellungen im Vorfeld, der enge Zusammenhang zwischen Turnen und Burschenschaft).

Mehrere Kurzberichte, darunter der über die Neuerungen im Jahn-Museum in Freyburg/Unstrut, eine Buchbesprechung (von Horst Bosetzky erschien eine Jahn-Roman) und die traditionellen „Notizen“ runden das Heft ab.

Ende Mai wird der Jahn-Report online auf unserer Website zur Verfügung stehen.

Informationen: E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Tel. 034464/27426