Friedrich Ludwig Jahn: Reformer - Revolutionär? Deutschtümler - Deutscher?

Der vierte Komplex stellt Höhepunkte des politischen Wirkens Friedrich Ludwig Jahns dar. Ein Jahn-Zitat und die Karte Mitteleuropas Ende des 18. Jahrhunderts machen die in seiner Kindheit und Jugend gewonnenen Erfahrungen als Ausgangspunkt für sein lebenslanges Streben nach einem einheitlichen deutschen Nationalstaat deutlich.

Mit seinem Nationalerziehungsplan, dem Buch „Deutsches Volksthum“, seiner Initiative zur Gründung des geheimen Deutschen Bundes, der Einrichtung des öffentlichen Turnplatzes auf der Hasenheide und der von hier ausgehenden Verbreitung des Turnwesens in Preußen und anderen deutschen Staaten sowie mit seinen Aktivitäten zur Gründung der Deutschen Burschenschaft übernahm Jahn vielfältige Aufgaben, die auf die Verwirklichung des Gedankens der Einheit Deutschlands gerichtet waren.

Das von den Burschenschaftern, die meist auch Turner waren, im Herbst 1817 veranstaltete Wartburgfest weckte das Misstrauen der Fürsten endgültig. Die Ermordung des russischen Staatsrats von Kotzebue durch den Burschenturner Sand war letzter Anlass für die „Demagogenverfolgungen“, die Verhaftung F. L. Jahns und die „Turnsperre“.

Das letzte Thema in diesem Komplex ist Jahns Wirken als Abgeordneter in der Frankfurter Nationalversammlung 1848/49 gewidmet.


Fotos: Dr.-Ing. M. Becker (Naumburg)