Pressedienst

Der Jahn-Pressedienst ist ein Service der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft e.V. mit Sitz in Freyburg (Unstrut). Er stellt den Verbandsorganen der Landesturnverbände im Deutschen Turner-Bund und allen anderen interessierten Zeitungen und Zeitschriften Artikel zu Themen des Turnens und der Turngeschichte (unter besonderer Berücksichtigung von Beiträgen über Friedrich Ludwig Jahn) zum Nachdruck zur Verfügung. Der Nachdruck ist kostenfrei und genehmigungsfrei. Unter dem Artikel ist der Vermerk [Jahn-Pressedienst] aufzunehmen. Um ein Belegexemplar wird gebeten. Die vom Jahn-Pressedienst veröffentlichten Artikel werden unter Pressedienst auf der Homepage der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft zum Herunterladen archiviert und können auch zu einem späteren Zeitpunkt verwendet werden.

 

Unsere Kontaktadresse: Jahn-Pressedienst, Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft e.V., Schlossstraße 11, 06632 Freyburg/Unstrut, Telefon 034464 27426, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Jahn-Pressedienst/ Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft 01/2021

 

Des Reiches Stützen?

Jahn-Gesellschaft und Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt veranstalten Online-Tagung anlässlich 150. Jahre Reichsgründung.

 

Am 18. Januar 2021 jährt sich die Proklamierung des deutschen Kaiserreichs zum 150. Mal.   Aus diesem Grund organisiert die AG Orte der Demokratiegeschichte eine bundesweite Veranstaltungsreihe und stellt Ressourcen zur Verfügung, die dabei helfen sollen, die ambivalente Rolle des Kaiserreiches in der deutschen Geschichte und für die deutsche Demokratie zu bewerten, sowie den Sinn für die Komplexität des politischen Systems, der Gesellschaft und der politischen Kultur des Kaiserreiches in einer breiten Öffentlichkeit zu schärfen.

 

Gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt veranstaltet die Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft daher am 23. Januar 2021, von 14:00 - 16:30 Uhr, ein Web-Symposium mit dem Titel „Des Reiches Stützen? Zur politischen und gesellschaftlichen Rolle der Turner, Sänger und Schützen in der Reichsgründungsära und im Kaiserreich (1860-1918)“

 

Die Tagung wird über den Youtube-Kanal der Landeszentrale für politische Bildung übertragen. Interessierte können hier kostenfrei und ohne vorherige Anmeldung der Veranstaltung folgen. Eine Beteiligung ist über Anmerkungen und Fragen in der Kommentarspalte des Kanals möglich. 

 

Über folgenden Link kommen sie direkt zum Kanal der Landeszentrale für politische Bildung: https://www.youtube.com/watch?v=ltBhyiZtOuA

 

Alle Informationen zur Veranstaltungsreihe finden sie im Themenportal der Orte der Demokratiegeschichte: https://www.demokratie-geschichte.de/extra/150jahre

 

Programm:

 

Drei Kriege führten im Januar 1871 zur Gründung des Deutschen Reiches. Der „Reichsgründung von oben“ ging in den 1860er Jahren die Gründung nationaler Dachorganisationen der Turner, Sänger und Schützen voraus, die an ihre früheren Forderungen anknüpften und für die Gründung eines deutschen Nationalstaates auf verfassungsmäßiger Grundlage warben. Mit ihren Veranstaltungen und ihrer national ausgerichteten Festkultur erreichten die Turn-, Schützen- und Gesangsvereine große Bevölkerungskreise in allen Staaten des Deutschen Bundes, sodass sich ein Gefühl nationaler Zusammengehörigkeit entwickeln konnte, dem die Gründung des deutschen Nationalstaates folgte. Als mitgliederstarke und von daher einflussreiche Massenorganisationen nahmen die Turner, Sänger und Schützen im Kaiserreich gesellschaftspolitische Aufgaben war, die den Prozess der inneren Einigung des neuen Nationalstaates vorantrieben.

 

Im Rahmen der Online-Tagung soll der Fokus auf die politische und gesellschaftliche Rolle der Turner, Sänger und Schützen in dem Jahrzehnt vor der Reichsgründung und im Kaiserreich gerichtet werden, da diese in den Schulgeschichtsbüchern, aber auch in den Publikationen, die in jüngster Zeit anlässlich der Reichsgründung vor 150 Jahren erschienen sind, durchweg unberücksichtigt bleibt.

 

 14:00 – 14:10           Begrüßung und Eröffnung

                                  Maik Reichel, Direktor der Landeszentrale f. politische Bildung

 

14:10 – 14:45            Einführungsvortrag

                                            Staat und Gesellschaft zu Beginn des Kaiserreichs

                                  Prof. Dr. Michael Dreyer, Universität Jena

 

14:45 -15:00             "Zum großen Bau der deutschen Einigkeit sei dieses Fest ein Stein!" 

                                            Zum Einheitsgedanken der deutschen Sänger vom "Großen

                                            Deutschen  Sängerfest" in Nürnberg 1861 bis zur Reichsgründung.

                                  Prof. Dr. Friedhelm Brusniak, Universität Würzburg

 

15:15 -15:30             Pause

 

15:30-15:45               "...daß alle sich fühlen als Brüder, als Kämpfer für eine große Sache,

                                            für's Vaterland… Der Einheitsgedanke in der Turnbewegung des

                                  19. Jahrhunderts bis zur  Reichsgründung  (1870/71).

                                  Dr. Josef Ulfkotte, Präsident Fr.-L.-Jahn-Gesellschaft e.V.

 

 

15:45-16:00              Üb Aug` und Hand für`s Vaterland!

                                            Zum Einheitsgedanken im deutschen Schützenwesen.

                                  Stefan Grus, Leiter Deutsches Schützenmuseum Coburg

 

16:00-16:30               Diskussion

 

16:30                         Ende der Veranstaltung

 

Der neue „Jahn-Report“ ist da

 

Kurz vor dem Jahreswechsel erschien die neue Ausgabe des „Jahn-Reports“, die 51. Folge seit dem Juli 1994. Die Broschüre ist diesmal 52 Seiten stark und wiederum ansprechend gestaltet. Einen Schwerpunkt bilden die Sanierungsmaßnahmen in Freyburg (Unstrut), in die das Jahn-Museum an der Schlossstraße einbezogen ist. Grundsatzbeiträge beschäftigen sich mit der sog. Breslauer Turnfehde von 1818 und mit den wesentlichen politisch-gesellschaftlichen Entwicklungen im Vormärz, also in der Zeit zwischen dem Wiener Kongress (1815) und den revolutionären Vorgängen des Jahres 1848. Unter den Berichten finden sich die über die „30 Jahre deutsche Einheit im Turnen“, über die Anerkennungskultur im Turnverein („Ein einfaches Danke kann so wertvoll sein“) und das DAGS-Symposium in München im vergangenen Oktober. Fünf Buchbesprechungen und die kurzweilig zu lesenden „Notizen“ runden die reich bebilderte Broschüre ab.

 

Informationen: E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Tel. 034464/27426.

 

Hansgeorg Kling

 

Jahn-Pressedienst/ Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft 11/2020

 

Presseinformation der AG Orte der Demokratiegeschichte

 

Friedrich-Ludwig-Jahn-Museum ist Ort der Demokratiegeschichte

 

Bundesprojekt würdigt demokratischen Lernort

 

Freyburg/Weimar, den 16. November 2020. – Ein bundesweites Projekt hat das Friedrich-Ludwig-Jahn-Museum in Freyburg/Unstrut als Ort der Demokratiegeschichte identifiziert. Es gehört zu einer ersten Liste mit 100 Standorten, an denen die lange und wechselvolle Geschichte der Demokratie in Deutschland beispielhaft ablesbar ist. Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft „Orte der Demokratiegeschichte“ und mit Förderung durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien hat der in Weimar ansässige Weimarer Republik e.V. die Liste erarbeitet und auf der Internetplattform www.demokratie-geschichte.de der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. „Wir laden dazu ein, in den einzelnen Regionen nach den Wurzeln unserer heutigen Demokratie zu suchen“, erklärt Projektleiter Dr. Markus Lang. Die Geschichte der deutschen Demokratie sei noch immer relativ unbekannt; zahlreiche Orte, an denen wichtige Ereignisse auf dem Weg zu Freiheit, Grundrechten und Partizipation stattfanden, seien in Vergessenheit geraten. Sie besser zu kennen, wäre für die Bundesrepublik ein großer Gewinn, denn dadurch werde deutlich: Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, sondern wurde erkämpft und muss tagtäglich verteidigt werden.

Die Benennung des Friedrich-Ludwig-Jahn-Museums soll auch ein Anstoß zum Diskurs sein. „Demokratiegeschichte ist nicht schwarz und weiß, sondern hat viele Grauschattierungen. Das Museum zeigt, wie umstritten die Erinnerung an manche Figuren der Demokratiegeschichte sein kann“, betont Projektleiter Dr. Markus Lang.

Die nunmehr aufgestellte Liste ist nur ein erster Schritt, schon in Kürze wird es Ergänzungen geben – Anregungen hierfür sind herzlich willkommen. In den nächsten Jahren sollen die Orte der Demokratiegeschichte zudem stärker beworben und auch miteinander vernetzt werden, damit die Wurzeln unserer heutigen Demokratie besser sichtbar werden.

 

 

Weitere Informationen:

www.demokratie-geschichte.de

 

AG Orte der Demokratiegeschichte

Ansprechpartner für Presserückfragen: Stephan Zänker Weimarer Republik e.V.

Jenaer Straße 4, 99425 Weimar

Tel. (03643) 827-572

Mobil (0172) 9 37 98 84

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Freyburgs Bürgermeister stärkt die Jahn-Gesellschaft

Der Baubeginn des erweiterten Jahn-Museums rückt näher

 

Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten zum Neu- und Erweiterungsbau des Jahn-Museums in Freyburg (Unstrut) beginnen, mit denen eine Sanierung des bisherigen Museumskomplexes im ehemaligen Wohnhaus von Friedrich Ludwig Jahn, des Gründers der Turnbewegung in Deutschland, einhergeht. Mit dieser Botschaft begrüßte Freyburgs Bürgermeister Udo Mänicke in der jüngsten Sitzung des Präsidiums der Jahn-Gesellschaft seine Kolleginnen und Kollegen.

Als Bauherr des knapp fünf Millionen Euro teuren Projekts, getragen vom Land Sachsen-Anhalt, vom Burgenlandkreis und vom Sitzort des Museums, ist die Stadt im Präsidium vertreten. Mänicke konnte zudem von wichtigen Weichenstellungen zur Grundstückssicherung und Verbesserung der Zuwegung berichten. Eine einfache Verkehrsanbindung sei für den angestrebten Besucherzuwachs unerlässlich, so Mänicke.

Breiten Raum in den Beratungen nahm die zukünftige Dauerausstellung ein. Der wissenschaftliche Beirat der Jahn-Gesellschaft mit Dr. Volker Rodekamp, dem Leiter des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig, an der Spitze hatte dazu seine Vorstellungen einer modernen Jahn-Rezeption in dem neuen Museum, das attraktive Gestaltungsmöglichkeiten bieten wird, vorgelegt. Bürgermeister Mänicke betonte, dass in den Finanzierungsplänen der zukünftige Mehrbedarf an Personalkosten für das Betreiben des erweiterten Museums und für die Betreuung der Dauerausstellung bereits berücksichtigt wäre. Ein erstes Personaltableau wurde vorgestellt.

Gemeinsam mit dem DTB wird die Jahn-Gesellschaft am 10. und 11. Oktober im Rahmen der Turn-Weltmeisterschaft in Stuttgart eine Jahn-Tagung durchführen. Der DTB übernimmt dafür die Finanzierung. Das Programm wird im Sommer vorgestellt.

Die Organisatoren wollen einen Blick auf Jahn und das Turnen werfen, aber auch seine Bedeutung für das Vereinswesens und damit auch für die Entwicklung von Demokratie und Gesellschaft beleuchten.

DTB und Jahn-Gesellschaft wollen mit der Thematisierung des Wirkens Friedrich Ludwig Jahns als Initiator der heutigen Vereinsbewegung einen Beitrag dazu leisten, dass die Bedeutung des Sportvereinswesens als wichtiges Kulturgut unserer Zeit mehr Anerkennung findet“, sagte dazu Dr. Josef Ulfkotte, der Präsident der Jahn-Gesellschaft.

 

Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft

Der gemeinnützige Verein Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft widmet seine Tätigkeit dem Ziel, das Leben und Wirken des Gründers der Turnbewegung in Deutschland und seines Umfeldes zu erforschen, seine Bedeutung in Geschichte und Gegenwart zu interpretieren, sein Erbe zu bewahren und zu verbreiten.

Die Jahn-Gesellschaft will „Jahn als einen bedeutenden Deutschen ebenso wie sein Werk in das Blickfeld einer breiten Öffentlichkeit rücken“, wie es auf der Website der Gesellschaft heißt.
DOSB-Presse Nr. 15 / 2019

Jahn-Pressedienst /Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft 08/2017

 

25 Jahre Jahn-Gesellschaft


Eindrucksvolle Feier im Ehrenhof des Jahn-Museums
Mehr als hundert Interessierte waren zum Festakt nach Freyburg gekommen, darunter
hohe politische Prominenz. Staatsminister Holger Stahlknecht (Magdeburg), zuständig für
Inneres und Sport in Sachsen-Anhalt, bekräftigte ebenso wie Götz Ulrich (Naumburg),
Landrat des Burgenlandkreises, die Entschlossenheit des Landes, die Zukunft des Jahn-
Museums zu sichern. Das ist deshalb bemerkenswert, weil das Museum generalsaniert
werden muss und weil es sich um rund vier Millionen Euro handelt. Bis zum 100. Jahn-
Turnfest 2020 in Freyburg soll das Vorhaben abgeschlossen sein.


Für den Sport würdigte LSB-Präsident Andreas Silbersack (Halle), für das Turnen Gudrun
Steinbach (Halle), die Präsidentin des Landesturnverbandes, die Leistungen der Jahn-
Gesellschaft, vor allem mit dem Blick auf die schweren Anfangsjahre: Die seit 2008
bestehende heutige Jahn-Gesellschaft wurde am 21. August 1992 als „Förderverein zur
Traditionspflege und Erhaltung der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gedenkstätten“ gegründet.

 

Im Anschluss an den Festakt erfolgte die traditionelle Kranzniederlegung am Jahn-Grab,
bei der auch Rainer Brechtken, der Ehrenpräsident des Deutschen Turner-Bundes (DTB),
aktiv wurde. Bürgermeister Udo Mänicke eröffnete die Sonderausstellung „Frisch – fromm
– fröhlich – Frau“, die im Wesentlichen durch Museumsleiterin Manuela Dietz realisiert
wurde. Am Tag danach begann auf den Freyburger Sportanlagen das 95. Jahn-Turnfest,
das wiederum rund 1000 Aktive in die Stadt an der Unstrut gelockt hatte.

 

PD