Pressedienst

Der Jahn-Pressedienst ist ein Service der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft e.V. mit Sitz in Freyburg (Unstrut). Er stellt den Verbandsorganen der Landesturnverbände im Deutschen Turner-Bund und allen anderen interessierten Zeitungen und Zeitschriften Artikel zu Themen des Turnens und der Turngeschichte (unter besonderer Berücksichtigung von Beiträgen über Friedrich Ludwig Jahn) zum Nachdruck zur Verfügung. Der Nachdruck ist kostenfrei und genehmigungsfrei. Unter dem Artikel ist der Vermerk [Jahn-Pressedienst] aufzunehmen. Um ein Belegexemplar wird gebeten. Die vom Jahn-Pressedienst veröffentlichten Artikel werden unter Pressedienst auf der Homepage der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft zum Herunterladen archiviert und können auch zu einem späteren Zeitpunkt verwendet werden.

 

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 Jahn-Pressedienst/ Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft 05/2016

 

 

Stippvisite im Friedrich-Ludwig-Jahn-Museum Freyburg

 

Friedrich Ludwig Jahn ist vielen als „Turnvater“ und Schöpfer der nationalen Turnbewegung bekannt. Wieviel mehr hinter seinem Streben zur „Ertüchtigung junger Menschen durch Leibesübungen im Freien“ steht, zeigt das einzige Friedrich-Ludwig-Jahn-Museum Deutschlands in Freyburg. Betrieben wird es von der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft.

 

Gemeinsam mit Bildungsamtsleiter Dr. Lars Knopke, Kulturmanager Johannes Kunze und Wilmar Kabisch, Vorsitzender des Bildungs- und Kulturausschusses, besuchte Landrat Götz Ulrich das Haus am Fuße der Neuenburg. Mit dabei war auch der Geschäftsführer des Kreissportbundes Rayk Peiser. Hansgeorg Kling, Präsident der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft, und Museumsleiterin Manuela Dietz empfingen die Gäste im Ehrenhof. Kling informierte zunächst über die Tätigkeiten der Gesellschaft, die das Leben und Wirken Jahns erforscht und sein Erbe bewahrt: „Rund 430 Mitglieder zählt unsere Gesellschaft aktuell und wir unterhalten Beziehungen zu den Landesturnverbänden, Hochschulen, Schulen und Museen, um unserem Auftrag gerecht zu werden“, so der Präsident. Tagungen, sporthistorische Veranstaltungen, das Jahnturnen, museumspädagogische Angebote sowie Publikationen zum Wirken Jahns zeugen davon.

 

Anschließend führte Museumsleiterin Manuela Dietz durch die Dauerausstellung, die das Leben Friedrich Ludwig Jahns dokumentiert und seine Verdienste um die Entwicklung der Turnbewegung in Deutschland würdigt. In vier verschiedenen Themenwelten können Besucher in die zahlreichen Facetten des Turnvaters vordringen und den Blick über das Turnen hinaus richten. „Es war insbesondere die Niederlage Preußens in der Schlacht von Jena und Auerstedt 1806 und die Besetzung durch Napoleon, die Friedrich Ludwig Jahn stark prägten. Viele kennen ihn nur als den ‚Turnvater‘, dabei war sein Wirken immer schon eng mit der Idee der Befreiung und Einheit Deutschlands verflochten“, so Dietz.

 

Landrat Götz Ulrich zeigte sich überaus interessiert an den politischen Bestrebungen Jahns. Er regte an, in Zusammenarbeit mit dem Saale-Unstrut-Tourismus e.V. ein touristisches Cluster zur napoleonischen Zeit zu etablieren und die touristische Vermarktung neu zu überdenken. „Das Thema napoleonische Zeit lässt sich im Dreiländereck hervorragend bespielen. Mit Großgörschen, Lützen, Hassenhausen, Jena und Leipzig gibt es zahlreiche Anknüpfungspunkte. Ich werde das Thema daher in eine der nächsten Sitzungen der Arbeitsgruppe Kultur und Tourismus der Metropolregion Mitteldeutschland einbringen“, so Ulrich.

 

Große Zukunftspläne hat das kleine Museum, das sich im Original-Wohnhaus Jahns befindet, ohnehin. So soll mit Hilfe des so genannten Crowd-Fundings (übersetzt Schwarmfinanzierung) ein neues Museumscafé entstehen, in dem Besucher bei einer Tasse Kaffee den Blick über das Unstruttal genießen können. Weitere Baumaßnahmen sind für das ehemalige Wohnhaus Jahns notwendig. Landrat Götz Ulrich hat hierzu Vertreter des Wirtschaftsministeriums, des Innen- und Sportministeriums, des Ministeriums für Kultur sowie des Landesmuseumsverbandes nach Freyburg eingeladen, um über die Baupläne gemeinsam zu sprechen und auszuloten, was gefördert werden könnte.

 

Text und Bild mit freundlicher Genehmigung vom © Landratsamt Burgenlandkreis.

Jahn-Pressedienst/ Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft 04/2016

 

 

Hansgeorg Kling zum 80. Geburtstag

 

Am 19. Mai 2016 vollendet der Präsident der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft, Hansgeorg Kling, sein 80. Lebensjahr.

Nach dem Abitur studierte der gebürtige Kasselaner von 1956 bis1962 an den Universitäten Marburg und Wien die Fächer Germanistik, Geografie und Politik und war dann nach dem Referendariat bis zu seiner Pensionierung 36 Jahre lang als Lehrer an der Albert-Schweitzer-Schule in Kassel tätig. Er ist seit 1964 verheiratet, hat zwei Töchter und vier Enkelkinder.

 

Sein erstes Ehrenamt übernahm der Jubilar im Jahre 1963 (Leichtathletikwart des Turngaus Fulda-Eder), weitere Ehrenämter sollten folgen: Schulsportbeauftragter des Hessischen LA-Verbandes, Mitglied des Bundesschiedsgerichts „Jugend trainiert für Olympia“ (1970-1989), Vorsitzender des Akademischen Turnbundes (ATB) (1977-1985), Mitglied des Präsidiums des Deutschen Turner-Bundes (DTB) als Bundeskulturwart und Bundespressewart (1978-1982 und 1986-1990), Vizepräsident des Hessischen Turnverbandes (HTV) (1992-2008). Seit 1992 ist er Vorsitzender des Richard-Wagner-Verbandes Kassel und seit 2006 Präsident der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft, die in Freyburg/Unstrut ihren Sitz hat.

 

Sein ehrenamtliches Engagement wurde mit hohen Auszeichnungen gewürdigt.

Für den vielseitig interessierten Turn- und Opernfreund hatte die eigene sportliche Betätigung immer eine große Bedeutung. 2015 erwarb Hansgeorg Kling zum 40. Male das Goldene Sportabzeichen.

 

Als Präsident der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft setzt der Jubilar die von seinen Vorgängern Jürgen Leirich (†), Hans-Joachim Bartmuß und Harald Braun eingeschlagenen Wege erfolgreich fort und motiviert mit enormer Ausdauer, großer Beharrlichkeit, Ideenreichtum und Weitblick alle Beteiligten, das Jahn-Museum in Freyburg/Unstrut als wichtigen Erinnerungsort deutscher (Sport-) Geschichte weiterzuentwickeln.

 

Als Gesprächspartner wird Hansgeorg Kling hoch geschätzt, als Festredner, vor allem bei Vereinsjubiläen, war und ist er sehr gefragt. In (bisher) etwa 220 Grundsatzbeiträgen, die in der österreichischen Bundesturnzeitung, den ATB-Blättern, Deutsches Turnen und in Turnen in Hessen erschienen, setzte er sich mit der Geschichte und Gegenwart des Turnens auseinander, seit 2006 trägt der Jahn-Report seine Handschrift.

 

Am 19. Mai wird Hansgeorg Kling zahlreiche Glückwünsche zu seinem 80. Geburtstag entgegen nehmen. Die Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft wünscht ihrem Präsidenten für die Zukunft alles Gute und verbindet damit zugleich den Wunsch, ihr weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen!

 

 

Dr. Josef Ulfkotte

Vizepräsident der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft

 

Jahn-Pressedienst/ Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft 02_12/2015

 

Förderung verlängert

Innenminister Stahlknecht unterzeichnet erneut Zuwendungsvertrag

 

 

Sachsen-Anhalts Minister für Inneres und Sport, Holger Stahlknecht, hat im Dezember 2014 zusammen mit dem Präsidenten der Jahn-Gesellschaft, Hansgeorg Kling, den Zuwendungsvertrag zur Förderung des Friedrich-Ludwig-Jahn-Museums in Freyburg unterzeichnet.

 

Das Friedrich-Ludwig-Jahn Museum wird von der Friedrich-Ludwig-Jahn Gesellschaft e.V. betrieben, welche 2008 durch eine Satzungsänderung aus dem Förderverein zur Traditionspflege und Erhaltung dieser Gedenkstätten hervorgegangen ist. Es befindet sich in dem um 1838 erbauten Wohnhaus Jahns und widmet sich dessen Leben und Wirken, sowie der turn- und sportgeschichte in Mitteldeutschland. Über die Hälfte der Kosten für den Museumserhalt bringt der Verein durch Museumseinnahmen, Spendenakquise und Mitgliedsbeiträge jährlich auf. 

 

Der Zuwendungsvertrag zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft e.V. sichert dem Museum einen jährlichen Zuwendungsumfang in Höhe von jeweils 30.000 Euro. „Schön, dass wir für weitere vier Jahre die Tätigkeiten rund um das Erbe des Turnvaters aufrechterhalten können. Bei meinem letzten Besuch in Freyburg konnte ich spüren, dass das Wirken Friedrich Ludwig Jahns allgegenwärtig ist und für weitere Generationen erhalten bleiben muss. Das Engagement vor Ort ist bemerkenswert“, so Stahlknecht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Jahn-Pressedienst/ Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft 12/2015

 

Der neue „Jahn-Report“ ist da

 

Die Dezember-Ausgabe des Jahn-Reports, die jetzt vorliegt, ist wiederum inhaltsreich und kurzweilig zu lesen. Die 68-seitige Broschüre dokumentiert zunächst die beiden Festveranstaltungen, mit denen Anfang Oktober in Freyburg (Unstrut) 25 Jahre deutsche Einheit gewürdigt wurden. DOSB-Präsident Alfons Hörmann beschäftigt sich mit der neu gewonnenen Einheit des Sport, Josef Ulfkotte zieht Parallelen zwischen den politischen Vorgängen um 1990 und den Einigungsbestrebungen zur Zeit der Befreiungskriege.

Die weiteren Hauptbeiträge beschäftigen sich mit der Bedeutung von Emotionen in der Geschichte der Turnbewegung („Turnen, Nation, Gesang, Gemeinschaft“) und mit dem Wirken des langjährigen Lenkers der Deutschen Turnerschaft (DT), also des Vorgängers des DTB: Der Leipziger Ferdinand Goetz starb im Oktober vor 100 Jahren.

Mehrere kürzere Berichte fangen das aktuelle Geschehen ein und gehen auf Grundsätzliches ein (die deutschen Farben Schwarz-Rot-Gold, die Akademisierung der Sportwissenschaft um 1960, die Gymnaestrada-Bewegung). Nicht weniger als fünf Buchbesprechungen und die traditionellen „Notizen“ runden das Heft ab.

Informationen: E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Tel. 034464/27426

 

Hansgeorg Kling

Jahn-Pressedienst/Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft 02_10/2015

 

 

25 Jahre deutsche Einheit in Freyburg gewürdigt

 

Eine kurzweilige Feierstunde in Freyburg rückte am 8. Oktober "25 Jahre deutsche Einheit - 25 Jahre Einheit des Sports" ins Blickfeld. 120 Interessierte folgten der Einladung der Jahn-Gesellschaft. Im Mittelpunkt standen der Festvortrag von DOSB-Präsident Alfons Hörmann und eine hochrangig besetzte Podiumsdiskussion. Hörmann würdigte das im Sport mit dem Ziel Einheit Geleistete und stellte die Doppelfrage, die zugleich die Antwort enthielt: "Wie viel haben wir in den vergangenen 25 Jahren voneinander gelernt? Wie viele Freunde aus dem anderen Teil Deutschlands hat jetzt jeder von uns?"

 

Die von Dr. Petra Tzschoppe (Leipzig) moderierte Podiumsdiskussion mit Dr. Gerlinde Rohr (Leipzig), Hansgeorg Kling (Kassel) und Silke Renk-Lange (Halle) konzentrierte sich auf Beispiele persönlicher Erfahrungen und Erlebnisse, die sich auf die Felder Spitzensport und Schulsport sowie das Kulturelle im Sport bezogen. In ihren Grußworten hatten zuvor Minister Holger Stahlknecht (Magdeburg) und LSB-Präsident Andreas Silbersack (Halle) drei Aspekte der gewonnenen Einheit angerissen: Die Entwicklung im Fußball, den Vereins-Organisationsgrad in den fünf neuen Bundesländern und die besondere Rolle des ehrenamtlichen Engagements. Die Bewerbung Hamburgs als Olympiastadt 2024 wurde als erneut  große Herausforderung eingestuft.
 

Oben: Podiumsdiskussion mit Silke Renk-Lange (Halle), Hansgeorg Kling (Kassel), Prof. Dr. Petra Tzschoppe (Leipzig) und Dr. Gerlinde Rohr (Leipzig). (v.l.n.r.) (Foto: copyright gymmedia international)

Unten: Prof. Dr. Hans Joachim Bartmuß (Halle) eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Gäste. (Foto: copyright gymmedia international)