„Widerstand gegen Napoleon – Friedrich Ludwig Jahn und sein patriotisches Umfeld“

Seit wenigen Wochen liegt der vom „Förderverein Europa-Begegnungen“ mit Sitz in Torgau unter der Leitung von Uwe Niedersen zustande gekommene Sammelband „Sachsen, Preußen und Napoleon – Europa in der Zeit von 1806 bis 1815“ vor, der  bei der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung bestellt werden kann (nach Anforderung eines Schriftenverzeichnisses oder elektronisch).

Die Journalistin und Bestsellerautorin Sabine Ebert, deren vielbeachteter neuer Roman „1813 – Kriegsfeuer" vor wenigen Monaten erschien, schrieb über den Sammelband: „Dieser mehr als 500 Seiten starke, außerordentlich detailreiche und fundierte Band schließt eine bisher schmerzliche Lücke in der Fachliteratur: eine komplexe Darstellung dieser ereignisreichen Jahre nach neuestem Stand der Forschung, frei von all den Mythen, Verklärungen und Schwarz-Weiß-Malereien, mit denen das vielschichtige und für uns auch heute so wichtige Thema bis in die Gegenwart überwuchert ist.“ Zu den 39 Autoren, die einen Beitrag für dieses Buch beigesteuert haben, gehört auch Josef Ulfkotte, der das Thema „Widerstand gegen Napoleon – Friedrich Ludwig Jahn und sein patriotisches Umfeld“ behandelt hat (S. 245 – 261).

F. L. Jahn in der „Hall of Fame des deutschen Sports“

In einer eindrucksvollen Benefiz-Veranstaltung der Deutschen Sporthilfe und des DOSB wurde am 31. Mai in Berlin vor 300 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Sport Willy Bogner für sein Lebenswerk mit der Goldenen Sportpyramide geehrt. Zuvor kam es zur Aufnahme dreier neuer Mitglieder in die „Hall of Fame des deutschen Sports“. In der Kategorie Ideengeber des Sports: Friedrich Ludwig Jahn (1778 – 1852); in der Kategorie Einsatz für die Werte des Sports: Harry Valerien (2012 verstorben); in der Kategorie Besondere Kämpfer: Joachim Deckarm (er war anwesend). Die Laudatio für die drei hielt Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich. Die Urkunde für Jahn überreichte er Prof. Dr. Karin Büttner-Janz, der erfolgreichsten (Kunst-)Turnerin aller Zeiten (z. B. zwei Goldmedaillen 1972 in München). Die Rede des Bundesinnenministers und der Film, der über Jahn gezeigt wurde, betonten Jahns Wirken im Vorfeld der „Völkerschlacht“ 1813 und in der Paulskirche 1848, Ausschnitte blendeten das bunte Treiben bei den modernen Deutschen Turnfesten ein. Die Bilder, mit denen Jahn vor Augen gerückt wurde, waren dann allerdings leider die des Alten mit dem langen Bart und nicht die des jungen Jahn, der als 33-Jähriger mit dem Turnen auf der Hasenheide begann. Karin Büttner-Janz will die Urkunde, die sie empfing, nicht zu Hause aufheben, sondern dem Deutschen Turner-Bund oder dem Jahn-Museum in Freyburg überlassen.

Hansgeorg Kling

Urkunde als PDF-Datei

zur Hall of Fame des deutschen Sports

Internationaler Museumstag

Am 12. Mai fand anlässlich des Internationalen Museumstages das bereits angekündigte Familienfest im Jahn-Museum statt. Im Museum schmückten die Zeichnungen der Kita „Hühnerjagd“ und der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule, die sich am Malwettbewerb um das schönste Muttertagsbild beteiligt haben, den Eingangsraum. Viele schöne Motive als Dankeschön an die Mütter waren entstanden. Die 4. Klasse der Grundschule fertigte eine 4 m lange Kette mit Glückwünschen für ihre Muttis an.

Die jeweils drei schönsten Zeichnungen wurden mit Preisen ausgezeichnet. Es winkten Karten für das Spaßbad Bulabana, Kinokarten und Eisgutscheine. Die Kinder konnten an einer Mal- und Bastelstraße kleine Geschenke für ihre Muttis anfertigen. Pflanzen für Garten und Balkon bot die Gärtnerei Gohrke an und in der Begegnungsstätte des Museums gab es selbstgebackenen Kuchen, Kaffee und Wein des Weingutes Familie Lückel. Jede Mutti erhielt anlässlich des Muttertages ein Glas Sekt.

Interessierte Besucher hatten die Möglichkeit, einen Blick in das Archiv des Museums zu werfen. Von besonderem Interesse waren dabei die Originaldokumente aus dem Nachlass von Friedrich Ludwig Jahn. Im Museum zog natürlich das Original des Turnpferdes, der Schwingel, die Aufmerksamkeit auf sich.

Trotz des nicht gerade einladenden Wetters nutzten ca. 50 Besucher von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr die Angebote des Museums.

Ilona Kohlberg
Museumsleiterin