Sonderausstellung im Friedrich-Ludwig-Jahn-Museum „Die Bildnisse F. L. Jahns“

Im Rahmen der Veranstaltungen zum 91. Jahn-Turnfest wurde am Freitag, 16.08.2013 eine Sonderausstellung eröffnet. Gerd Steins, der Gestalter der Ausstellung, sagte zur Eröffnung: „Jahn ist in Deutschland bekannt wie ein bunter Hund.“ Verwies aber auch gleichzeitig darauf, dass Jahn in den einzelnen Zeitepochen unterschiedlicher uns schwankender Beliebtheit unterliegt.

Grundlage für die Ausstellung waren die über 100 Jahn-Porträts unterschiedlicher Machart, die sich im Fundus des Jahn-Museums befinden. Eine Auswahl von 65 Bildnissen, die Jahn auf unterschiedlichste Art und Weise zeigen: gemalt, gezeichnet, fotografiert, in Passepartouts verpackt und auf Buchtiteln abgebildet wird gezeigt.

Die frühen Jahn-Porträts zeigen den Turnvater mit dem sogenannten „Maurerpolier“. Den Vollbart trug Jahn erst ab Herbst 1813. So ist er dann auch im Gedächtnis geblieben. Schon zu Lebzeiten Jahns gab es heftige Diskussionen um die Ähnlichkeit auf den zahlreichen Bildern. Selbst er und seine Frau beklagten sich „über die unähnlichen Bildnisse“.

Die Ausstellung ist in vier Kategorien unterteilt: Jahn mit dem „Maurerpolier“, der Turnvater im Bild der bekannten Porträtmaler Friedrich Ludwig Heine (tätig 1816 — 1834) und Georg Engelbach, die 1848er Darstellungen und Jahn auf Buchtiteln.

Die Bildnisse sind zugleich ein Kapitel deutscher Druck- und Kunstgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert.

Zur Ausstellung wurde ein Katalog angefertigt, der für 3,00 € (Schutzgebühr) im Jahn-Museum erhältlich ist.

Die Ausstellung ist bis zum 31.03.2014 zu den Öffnungszeiten des Jahn-Museums zu besichtigen.

Museumsleiterin Ilona Kohlberg mit dem DTB-Ehrenbrief ausgezeichnet

Die Geschäftsführerin des LTV Sachsen-Anhalt, Frau Bianka Hüller zeichnet die Leiterin des Jahn-Museums, Frau Ilona Kolberg anlässlich ihres 60. Geburtstags am 21.Juni 2013 mit dem Ehrenbrief des Deutschen Turner-Bundes aus. Frau Hüller dankt ihr damit im Namen des DTB für ihre mehr als zwei Jahrzehnte währenden Verdienste für das Deutsche Turnen, in der Jahngesellschaft und für das Jahn-Museum.

„Widerstand gegen Napoleon – Friedrich Ludwig Jahn und sein patriotisches Umfeld“

Seit wenigen Wochen liegt der vom „Förderverein Europa-Begegnungen“ mit Sitz in Torgau unter der Leitung von Uwe Niedersen zustande gekommene Sammelband „Sachsen, Preußen und Napoleon – Europa in der Zeit von 1806 bis 1815“ vor, der  bei der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung bestellt werden kann (nach Anforderung eines Schriftenverzeichnisses oder elektronisch).

Die Journalistin und Bestsellerautorin Sabine Ebert, deren vielbeachteter neuer Roman „1813 – Kriegsfeuer" vor wenigen Monaten erschien, schrieb über den Sammelband: „Dieser mehr als 500 Seiten starke, außerordentlich detailreiche und fundierte Band schließt eine bisher schmerzliche Lücke in der Fachliteratur: eine komplexe Darstellung dieser ereignisreichen Jahre nach neuestem Stand der Forschung, frei von all den Mythen, Verklärungen und Schwarz-Weiß-Malereien, mit denen das vielschichtige und für uns auch heute so wichtige Thema bis in die Gegenwart überwuchert ist.“ Zu den 39 Autoren, die einen Beitrag für dieses Buch beigesteuert haben, gehört auch Josef Ulfkotte, der das Thema „Widerstand gegen Napoleon – Friedrich Ludwig Jahn und sein patriotisches Umfeld“ behandelt hat (S. 245 – 261).