80 Jahre Friedrich-Ludwig-Jahn-Hütte auf den Neuhöfer Wiesen bei Schmalkalden

Zitat aus dem Grußwort der Festschrift von Gerlinde Garbe, 1. Vorsitzende des Schmalkaldener Wandervereins „Turnvater Jahn“, der seit 2002 Mitglied der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft ist: „Die damaligen Erbauer, Mitglieder von Turnvereinen und Natur- und Heimatfreunde aus Steinbach-Hallenberg, Altersbach, Asbach, Näherstille, Struth-Helmershof, Schmalkalden, Unter- und Oberschönau haben wohl nicht gedacht, dass ihre Schutzhütte einmal ein solch beliebtes Wanderziel für Wanderfreunde aus nah und fern werden würde.

Am 13. November 1932 erhielt die Hütte zur Einweihungsfeier den Namen Friedrich Ludwig Jahn – des Begründers und Organisators des Deutschen Turnwesens im 19. Jahrhundert. Diesen Namen zu tragen ist für uns Ehre und Verpflichtung, gilt es doch, unsere Jugend gerade in der heutigen Zeit, zu regelmäßiger sportlicher Betätigung zu erziehen und dafür zu begeistern.“

Der Schmalkaldener Wanderverein trägt mit Stolz den verpflichtenden Namen des Turnvaters Friedrich Ludwig Jahn. In seinen Publikationen trägt er sein Leben, Wirken und seine Bedeutung in die Öffentlichkeit. So auch in der zum Jubiläum erschienenen Festschrift, die dazu einen ausführlichen Beitrag unseres kürzlich verstorbenen Vizepräsidenten Prof. Dr. Jürgen Leirich enthält, an den in einer Gedenkminute erinnert wurde. Bereits zum 70-jährigen Bestehen der Jahnhütte war ich als Leiterin des Friedrich-Ludwig-Jahn-Museums und als Vertreter des damaligen Jahnfördervereins zur Enthüllung eines Jahn-Gedenksteines eingeladen. Dieser stand jedoch an einer ungeeigneten Stelle, wo er den Unbilden der Witterung nicht stand hielt. Es wurde beschlossen, ihn zu einem geeigneten Anlass neu zu errichten, was nun zur Feier „80 Jahre Jahnhütte“ in die Tat umgesetzt wurde. Zu diesem Anlass hatte auch die Jahngesellschaft eine Einladung, die ich als Geschäftsführerin gern entgegen genommen habe. Ich überbrachte im Namen unseres
Präsidenten Hansgeorg Kling Grußworte und ein Präsent der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft.

Ilona Kohlberg

Japanische Delegation besuchte das Jahn-Museum

Am 22. und 23. September 2012 fand in Cottbus in der Lausitz-Arena das 27. Internationale Nachwuchsturnier um die eGWohnen JUNIORSTROPHY statt. An diesem Turnier nehmen schon seit mehreren Jahren auch japanische Turner teil. Zu einer schönen Tradition ist es geworden, dass die Kinder und Jugendlichen auf Ihrer Heimreise das Friedrich-Ludwig-Jahn-Museum besuchen. Am Montag, d. 24.09.2012 konnten sich die Juniorenturner mit Hilfe ihres Betreuers und Dolmetschers, Herrn Takahashi (links im Bild), einen Einblick in das Leben von Friedrich Ludwig Jahn verschaffen. Mit Begeisterung turnten sie im Anschluss an die Museumsführung an den drei historischen Turngeräten auf dem Außengelände.

Ilona Kohlberg

Zusammenarbeit mit der Sekundarschule „Friedrich Ludwig Jahn“

Die Sekundarschule „Friedrich Ludwig Jahn“ Freyburg befindet sich seit August 2010 in einem europäischen COMENIUS-Projekt mit Schulen aus weiteren europäischen Ländern, Italien, österreich, Portugal, Slowakei und Polen. Das Projekt wird von der EU gefördert und soll das europäische Bewusstsein bei den Teilnehmern stärken.

Die Schüler und Lehrer der Sekundarschule nahmen bereits an Treffen in Freistadt in österreich, Martin in der Slowakischen Republik, Vilfranca de Xira in Portugal und Lubliniec in Polen teil. Dabei wurden viele interessante Themen bearbeitet. Unter anderem wurde eine Powerpoint-Präsentation über europäische Freistädte erarbeitet, da sich vier Partnerschulen in einer Freistadt befinden. Die Ergebnisse der verschiedenen Projektthemen wurden im März 2012 in Villa Franca de Sicula in Italien präsentiert. Im Juni 2012 besuchten Lehrer der Partnerschulen die Sekundarschule in Freyburg. In nur zwei Besuchstagen wurde den Gästen ein umfassender überblick über unser Bildungssystem gegeben und sie erhielten einen kleinen Eindruck unserer vielfältigen Kulturlandschaft.

Dafür erhielt die Sekundarschule Hilfe und Unterstützung der Verbandsgemeinde, lokaler Einrichtungen und Vereine. Somit konnten die Gäste nach dem Willkommen in der Sekundarschule „Friedrich Ludwig Jahn“ im Rahmen einer Stadtbesichtigung auch das Jahnmuseum besuchen und sich einen überblick über das Leben und Wirken Jahns verschaffen.

Ilona Kohlberg