Zusammenarbeit mit der Sekundarschule „Friedrich Ludwig Jahn“

Die Sekundarschule „Friedrich Ludwig Jahn“ Freyburg befindet sich seit August 2010 in einem europäischen COMENIUS-Projekt mit Schulen aus weiteren europäischen Ländern, Italien, österreich, Portugal, Slowakei und Polen. Das Projekt wird von der EU gefördert und soll das europäische Bewusstsein bei den Teilnehmern stärken.

Die Schüler und Lehrer der Sekundarschule nahmen bereits an Treffen in Freistadt in österreich, Martin in der Slowakischen Republik, Vilfranca de Xira in Portugal und Lubliniec in Polen teil. Dabei wurden viele interessante Themen bearbeitet. Unter anderem wurde eine Powerpoint-Präsentation über europäische Freistädte erarbeitet, da sich vier Partnerschulen in einer Freistadt befinden. Die Ergebnisse der verschiedenen Projektthemen wurden im März 2012 in Villa Franca de Sicula in Italien präsentiert. Im Juni 2012 besuchten Lehrer der Partnerschulen die Sekundarschule in Freyburg. In nur zwei Besuchstagen wurde den Gästen ein umfassender überblick über unser Bildungssystem gegeben und sie erhielten einen kleinen Eindruck unserer vielfältigen Kulturlandschaft.

Dafür erhielt die Sekundarschule Hilfe und Unterstützung der Verbandsgemeinde, lokaler Einrichtungen und Vereine. Somit konnten die Gäste nach dem Willkommen in der Sekundarschule „Friedrich Ludwig Jahn“ im Rahmen einer Stadtbesichtigung auch das Jahnmuseum besuchen und sich einen überblick über das Leben und Wirken Jahns verschaffen.

Ilona Kohlberg

Tag der offenen Tür im Friedrich-Ludwig-Jahn-Museum

Der diesjährige Internationale Museumstag stand unter dem Motto „Welt im Wandel – Museen im Wandel“. Das Museum soll bilden, fördern, fordern und integrieren. Es soll ein Ort der Begegnung und Diskussion für alle sein. Die Museen sind ein Teil der sich ständig verändernden Gesellschaft, in der sie sich täglich behaupten müssen und sollen. Auch das Jahnmuseum beteiligte sich mit einer Reihe von Aktivitäten am Internationalen Museumstag. Von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr standen das Museum und das Archiv für die Besucher offen. Etwa 60 Besucher, unter denen sich auch in diesem Jahr zur Freude der Museumsleiterin wieder zahlreiche Freyburger befanden, nutzten bei schönem Wetter die verschiedenen Angebote für Groß und Klein. Einblicke ins Archiv, bei denen die Museumsleiterin unter anderem die wertvollen historischen Turnerfahnen, Originaldokumente Jahns und historische Fotoalben zeigte, fanden sehr großen Anklang. Das Weingut Familie Lückel (gegenüber vom Jahnmuseum) präsentierte sich in dieser Zeit mit einem Weinausschank, bei dem der von ihnen kreierte Jahnwein verkostet werden konnte. Ab 14.00 Uhr führten Kinder unter Leitung der Gemeindepädagogin Heike Kohn das Theaterstück „Der Frühling erwacht“ auf. Anschließend standen den Kindern eine Bastelstraße und verschiedene Bewegungsspiele auf dem Außengelände des Museums zur Verfügung. Zur Stärkung gab es am Nachmittag Kaffee und selbstgebackenen Kuchen.



Ilona Kohlberg, Leiterin des Jahnmuseums

Kinderfeiern im Jahn-Museum sind Bestandteil heimatkundlicher Bildung und Erziehung

Seit Jahren unterhält das Museum enge Beziehungen zu den Freyburger Schulen und zu Kindereinrichtungen. Die Schüler werden in Projekte eingebunden, die unter fachlicher Anleitung der Museumsleiterin, Ilona Kohlberg, realisiert werden. Die Schulen hatten vielfach den Nutzen davon, weil im Ergebnis dieser Arbeiten interessante Ausstellungen und andere Materialien entstanden sind. In der vorschulischen Bildung erlebten Kindergartenkinder Spielnachmittage auch unter Einbeziehung der historischen Turngeräte. Immer war damit auch ein Besuch des Museums verbunden. In den Führungen wurde den Kindern die Bedeutung, das Leben und Wirken des Turnvaters Jahn anschaulich erläutert. Das ist ein wichtiges Anliegen heimatkundlicher Bildung und Erziehung.

Bestandteil dieser Maßnahmen sind auch Angebote, in einem solchen Rahmen Kindergeburtstage und auch Feiern zu anderen Anlässen auszurichten. So wollte kürzlich auch Martha Boye ihren 7. Geburtstag anders feiern als andere Kinder ihrer Klasse. Die Eltern hatten den Freundeskreis in das Jahn-Museum eingeladen. Die Begegnungsstätte wurde in ein kleines Katzenparadies verwandelt, und nach dem Kaffeetrinken ging es zu einem kleinen Rundgang durch das Museum. Danach konnten sich die Kinder auf dem Außengelände nach Herzenslust austoben. Besonders viel Spaß hatten sie bei dem von den Museumsmitarbeiterinnen angefertigten „Twister“, der mit den Jahnschen Turngeräten bestückt ist.