XIV. Lanzer Jahn-Kolloquium zum Thema: Jahns Werk und Wirken von 1800-1820

Am 16. und 17. Juni 2012 findet nun schon zum 14. Male ein Kolloquium in Jahns Geburtsstadt Lanz unter Leitung von Gerd Steins (Berlin) statt. Tagungsort ist der Landgasthof Paesler, Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 13.

Wissenschaftliches Programm am 16.6.2012:

16.30 Uhr: Einleitung durch Schüler der Grundschule Lanz und Eröffnung durch Hans Borchert

17.00 Uhr: Gerd Steins (Berlin): Johann Jacob Bornemann – Multiplikator des Jahnschen Turnens

17.30 Uhr: Dr. Josef Ulfkotte (Dorsten): Jahns Vorträge zum Volkstum

18.00 Uhr: Dr. Wolfgang Barthel (Friedland): Friedland: Deutschlands ältester Turnverein

Rahmenprogramm:

20.00 Uhr: Konzert in der Kirche zu Lanz – „Bevor Du sterbst“, Lieder zum Gedenken an Otto Reutter

Info-Flyer als PDF-Datei herunterladen

Saale-Unstrut-Jahrbuch 2012 erschienen – 17. Jahrgang berichtet über Jahn-Museum, Jahn-Gesellschaft und die aktuellen Publikationen

Das Saale-Unstrut-Jahrbuch für Kulturgeschichte und Naturkunde der Saale-Unstrut-Region, herausgegeben vom Mitteldeutschen Verlag, berichtet in seiner soeben erschienenen 17. Ausgabe auch über das Jahn-Museum, die Jahn-Gesellschaft und die Publikationen von Bartmuß & Ulfkotte.

Jürgen Leirich fasst in seinem Beitrag die wichtigsten Stationen von Friedrich Ludwig Jahn zusammen und hebt seine Bedeutung als Gründer der deutschen Turnbewegung hervor. Ausführlich wird auch die Ständige Ausstellung im Freyburger Jahn-Museum gewürdigt. Hier folgt er der Gliederung der Ausstellung, die von einer Historiker-Arbeitsgruppe unter Leitung von Hans-Joachim Bartmuß (Halle) erarbeitet und im Jahre 1999 wiedereröffnet worden ist. Auch die Geschichte der weiteren Freyburger Jahn-Gedenkstätten wird gestreift. Der Leser erfährt auch etwas zur Arbeit des 1992 gegründeten Fördervereins zur Traditionspflege und Erhaltung der Jahn-Gedenkstätten und seine durch Satzungsänderung erfolgte Umbenennung in Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft im Jahre 2008.

Enthalten im Jahrbuch sind auch die Rezensionen von Hansgeorg Kling zu den Büchern von Bartmuß, Kunze und Ulfkotte (2008): „Turnvater Jahn und sein patriotisches Umfeld…“, von Josef Ulfkotte (2010): „Briefe von Friedrich Ludwig und Emilie Jahn an Wilhelm Lübeck 1835-1876“ sowie von Bartmuß und Ulfkotte (2011): „Nach dem Turnverbot: ‚Turnvater‘ Jahn zwischen 1819 und 1852“.

Der Leser des Jahrbuchs erhält also wichtige Informationen über den Turnvater Jahn und darüber hinaus über ein weites Spektrum zur Kulturgeschichte der Region. Die 160 Seiten sind außerordentlich niveauvoll gestaltet. In seinem Grußwort stellt der Naumburger Oberbürgermeister, Bernward Küper, fest, „dass es zu den großen Stärken des Jahrbuchs gehört, seine stets an die Saale-Unstrut-Region gebundenen Inhalte heimischen und zugleich Autoren aus anderen Bundesländern anzuvertrauen.“ Er weist auch auf die Bedeutung des aktuellen Antrages auf Aufnahme der Kulturlandschaft an Saale und Unstrut in das UNESCO – Welterbe hin.

Und dort sind auch unsere Freyburger Jahn-Gedenkstätten mit Sicherheit bestens aufgehoben!

Beitrag als PDF-Datei: Jahn-Museum und Jahn-Gesellschaft

Rezension von Hansgeorg Kling als PDF-Datei

Innenminister Holger Stahlknecht und Präsident Kling unterzeichnen Zuwendungsvertrag

In den vergangenen Jahren wurden die finanziellen Grundlagen für die Jahn-Gesellschaft zunehmend angespannter, so dass es sehr schwer fiel, das Jahnmuseum zu betreiben und dessen Aufgaben qualitätsgerecht wahrzunehmen. Das gelang nur durch extreme Haushaltsdisziplin, aber eben leider auch nur durch Einschränkungen der Öffnungszeiten – das Jahnmuseum war in diesem Winter erstmals geschlossen – und Teilzeitbeschäftigung der Museumsleiterin. Auch wurden die Förderungsmöglichkeiten durch den Landessportbund Sachsen-Anhalt auf Grund seiner finanziellen Situation immer schwieriger, so dass wir die Unterstützungen nur noch durch Projektanträge sicherstellen konnten.

Seit fast zwei Jahren verhandelten wir – unterstützt auch durch den Präsidenten des Deutschen Turner-Bundes, Rainer Brechtken, mit den entsprechenden Ministerien. Nun endlich schafften wir mit Unterstützung der CDU-Abgeordneten Frau Eva Feußner den Durchbruch.

Am 1. März 2012 besuchte der Minister für Inneres und Sport, Holger Stahlknecht, das Jahnmuseum, um den Zuwendungsvertrag zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft e.V. zu unterzeichnen.

Darin heißt es: "Der Vertrag wird in dem Bestreben geschlossen,...um den Fortbestand des Jahnmuseums auf eine gesicherte Grundlage zu stellen. Dies geschieht in dem Bewusstsein, das Andenken an eine bedeutende Persönlichkeit der deutschen Geschichte, an Friedrich Ludwig Jahn, zu bewahren… Die Förderung erfolgt mit dem Ziel, die museale, sportpädagogische und wissenschaftliche Arbeit, die Präsentation der Sammlung sowie deren konservatorische Betreuung im Friedrich-Ludwig-Jahn-Museum zu sichern.“ Der Vertrag hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2015.

Der Minister informierte sich ausführlich über die Aktivitäten der Jahn-Gesellschaft und zeigte sich sehr interessiert an der Ständigen Ausstellung über Leben und Wirken Jahns.

Er bedankte sich bei Hansgeorg Kling und seinem Präsidium für die engagierte ehrenamtliche Tätigkeit und schrieb folgendes in das Gästebuch: „Herzlichen Dank für den freundlichen Empfang und die schöne Zeit bei Ihnen. Mein Dank gilt insbesondere denjenigen, die mit Leidenschaft und Herzblut dieses Museum gestalten und unterhalten“.

Hansgeorg Kling versicherte in seinen Dankesworten, dass die Jahn-Gesellschaft, auch mit Unterstützung durch die Stadt, die weiterhin einen Betriebskostenzuschuss gewährt, die Aufgaben des Jahnmuseums im Sinne des Satzungszwecks der Jahn-Gesellschaft bestmöglich erfüllen wird.

J. Leirich