Spendenaufruf

Liebe Mitglieder, Freunde

und Förderer des Friedrich-Ludwig-Jahn-Museums,

 

die COVID-19- Pandemie hat uns alle überraschend getroffen. Viele Menschen in Deutschland halten zusammen und unterstützen sich gegenseitig so gut es geht in dieser Notsituation. Die Solidarität untereinander ist groß.

 

Wir alle müssen zum Schutz aller einen Beitrag leisten und unsere sozialen Kontakte auf das Nötigste beschränken. Bund und Länder haben daher alle Museen in der Bundesrepublik geschlossen, auch das Jahn-Museum darf auf unbestimmte Zeit nicht mehr öffnen.

 

Angst und Unsicherheit prägen daher derzeit unseren Alltag, da mit der Schließung des Museums unsere wichtigste Einnahmequelle auf unbestimmte Zeit ersatzlos wegbricht. Einnahmen aus Führungen, Eintritten, dem Museumsshop und Verkaufsständen bei diversen Festen entfallen. Auch ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht klar, ob die für uns wichtigen Großveranstaltungen (Jahnturnfest, Winzerfest etc.) in diesem Jahr überhaupt stattfinden dürfen.

 

Es ist zu befürchten, dass bei anhaltender Lage die Einnahmeausfällesich auf bis zu 30.000 Euro summieren. Dies ist vor dem Hintergrund weiter laufender Verbindlichkeiten (Strom, Sicherheitsanlagen, Wasser und Personalkosten etc.) und zu erbringender Eigenanteile bei Fördermitteln sehr problematisch. Wie sich die Corona-Situation auf die Zuschüsse der Stadt Freyburg auswirkt, können wir derzeit noch nicht sagen. Da diese aus den Kurtaxe-Einnahmen der Stadt finanziert werden, die derzeit ebenfalls völlig weggebrochen sind, müssen wir auch hier Kürzungen befürchten.

 

Wir haben uns daher in den vergangenen Tagen intensiv damit beschäftigt, wie wir diese Zeit möglichst unbeschadet überstehen und unsere Kosten senken bzw. finanzielle Mittel generieren können, um eine existenzbedrohende finanzielle Schieflage der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft und des Museums zu vermeiden.

 

So haben wir bereits COVID-19-Soforthilfe beim Land Sachsen-Anhalt beantragt und unsere Mitarbeiter schweren Herzens in Kurzarbeitgeschickt, um die Personalkosten zu senken.

 

Da alle Maßnahmen nicht reichen werden, um die erwartete Unterdeckung auszugleichen, bitten wir Euch/Sie,uns mit einer Spende durch diese schwere Zeit zu helfen.

 

Im Namen des Präsidiums und aller Museumsmitarbeiterbedanke ich mich bereits an dieser Stelle herzlich bei allen Spendern für die Unterstützung. Ich hoffe, dass wir bald wieder gemeinsam mit Ihnen/Euch in Freyburg der Leidenschaft am Turnen und der Turngeschichte nachgehen können.

 

Bleiben Sie gesund!/ Bleibt gesund!

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr/Euer Dr. Josef Ulfkotte

Präsident

Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft e.V.

 

Spendenkonto:

Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft e.V.

Sparkasse Burgenlandkreis

IBAN: DE59 8005 3000 3040 0043 86

BIC: NOLADE21BLK

Verwendungszweck: COVID-19-HILFE

Jahn-Museum in Freyburg: Derzeit ein Haus ohne Besucher

 

Naumburger Tageblatt | Lokales

Von Constanze Matthes 31.03.20, 13:02 Uhr

 

Freyburg - Geschlossen sind derzeit auch die Türen des Jahn-Museums in Freyburg. Doch bereits vor den

aktuellen Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie war das Haus in der Schlossstraße für Besucher nicht

zugänglich. „Vier Mitarbeiter waren gleichzeitig an Influenza erkrankt. Wir mussten das Haus schließen“, erzählt

Museumsleiterin Manuela Dietz im Gespräch mit unserer Zeitung.

 

Führungen gestrichen, Arbeit im Archiv

Die 37-Jährige arbeitet derzeit von zu Hause. Nur ein Mitarbeiter ist im Museum verblieben und kümmert sich

um das Archiv. Während Führungen für die nächsten Wochen gestrichen sind, werden im Hintergrund indes an

Veranstaltungen für einen späteren Zeitraum geplant, weiter am Konzept für die künftige neue

Dauerausstellung gearbeitet - wenn auch langsamer und auf anderen Wegen, weil Beratungen nicht möglich

sind. „Wir arbeiten da viel im digitalen Raum dank einer Projektsoftware“, berichtet Manuela Dietz.

Die neue Dauerschau wird im Zuge des geplanten Neubaus und der Sanierung des historischen Jahn-Hauses

entwickelt und von einem wissenschaftlichen Beirat begleitet. Für das Konzept zeichnet das Leipziger Büro Insel

+ Meile Museumskulturen verantwortlich.

 

Hoffnung liegt auch auf Spenden

Doch die Geschäftigkeit in Zeiten des Homeoffice tröstet nicht über die Auswirkungen der Krise hinweg. Es

werde an Einnahmen fehlen, rund 30.000 Euro seien es im schlimmsten Fall. Zwei Möglichkeiten ziehe man in

Betracht, so die Museumsleiterin und Geschäftsführerin der Jahn-Gesellschaft. Für April und Mai sei Kurzarbeit

vorgesehen. Zudem liege die Hoffnung auf Spenden, ein Aufruf laufe vorerst unter den Mitgliedern der

Jahn-Gesellschaft, so Manuela Dietz weiter, die auf den besonderen Status der Einrichtung als „nicht rein

kommunale“ verweist. Auf die erste finanzielle Hilfe brauchte das Haus nicht zu warten. Die 94-jährige Johanna

Quaas, älteste Wettkampfturnerin der Welt und Stammteilnehmerin des Jahn-Turnens, reichte eine Spende

aus.

Kein Geld, aber Aufmerksamkeit verspricht sich das Museum mit geplanten Clips im Internet, die Objekte aus

dem Fundus vorstellen sollen. „Wir wollen Kultur nach Hause bringen und erhoffen uns einen positiven Effekt,

obwohl wir allerdings damit keine Einnahmen erhalten“, so die Museumschefin. Sie vermisst in der aktuellen

Debatte um systemrelevante Bereiche den Blick und den Hinweis auf die Kultur. „Es wird sich sicherlich noch

zeigen, wie uns die Kultur fehlt“, schätzt Manuela Dietz ein.

 

Quelle:https://www.naumburger-tageblatt.de/lokales/jahn-museum-in-freyburg-de...

 

Vorübergehende Schließung des Jahn-Museums

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kooperationspartner,

 

wir informieren Sie hiermit darüber, dass unsere Einrichtung auf Grund von Krankheit (Grippe) bis auf weiteres geschlossen bleibt, da wir die Öffnungszeiten mit dem verbliebenen Personal nicht abdecken können.

 

Darüber hinaus werden vorsorglich alle Veranstaltungen und Führungen bis 01.05.2020 auf Grund der aktuellen Entwicklungen bei der Ausbreitung des Corona-Virus, zum Schutz unserer Gäste und Mitarbeiter abgesagt.

 

Wir informieren Sie rechtzeitig darüber ab wann der Betrieb wieder aufgenommen wird.

 

Wir hoffen auf Ihr Verständnis.