Ausstellung „Wege zum Frieden. Kriegsfolgen und Friedensprozesse“ in der Jahn-Ehrenhalle in Freyburg ab 19. März 2026

Die Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft e. V. und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. zeigen ab dem 19. März 2026 die Ausstellung „Wege zum Frieden. Kriegsfolgen und Friedensprozesse“ in der Jahn-Ehrenhalle in Freyburg (Unstrut).
Anlass ist der Tag der Demokratiegeschichte, der am 18. März 2026 erstmals bundesweit unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stattfindet. Mit der Ausstellung folgt das Jahn-Museum dem Aufruf des Bundespräsidenten an die Orte der Demokratiegeschichte, sich an diesem Tag mit eigenen Veranstaltungen zu beteiligen.
Weitere Informationen unter: https://www.demokratie-geschichte.de/index.php/12842/18-maerz-tag-der-demokratiegeschichte-2026/
Seit 2019 ist das Friedrich-Ludwig-Jahn-Museum in Freyburg (Unstrut) Teil der Initiative „Orte der Demokratiegeschichte“. In dieser Funktion versteht sich das Museum nicht nur als Erinnerungsort an eine historische Persönlichkeit, sondern auch als Forum für die Auseinandersetzung mit demokratischen Entwicklungen, Brüchen und Herausforderungen. Demokratiegeschichte ist eng mit Fragen von Krieg, Gewalt, Friedensschlüssen und gesellschaftlicher Neuordnung verbunden – sie ist zugleich eine Geschichte des Ringens um Freiheit, Mitbestimmung und Rechtsstaatlichkeit.
Die vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. entwickelte Wanderausstellung greift diese Zusammenhänge auf. Angesichts zunehmender Instabilität und kriegerischer Konflikte in Europa und weltweit beleuchtet sie historische und aktuelle Friedensprozesse. Sie zeigt, welche Schritte, Voraussetzungen und gesellschaftlichen Kräfte notwendig sind, um aus Konflikten tragfähige Friedensordnungen zu entwickeln. Damit knüpft sie unmittelbar an die demokratiegeschichtliche Arbeit des Jahn-Museums an.
Als partizipativer Bestandteil der Veranstaltung findet am 18. März ein Peace-Monument-Workshop mit Schülerinnen und Schülern der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sekundarschule Freyburg statt. Dabei gestalten die Jugendlichen sogenannte „Friedenskacheln“, die anschließend im Rahmen der Ausstellung präsentiert werden.
Ergänzt wird die Ausstellung durch sechs Tafeln aus der 2013 im Leipziger Stadtgeschichtlichen Museum gezeigten Ausstellung „Der weite Sprung. Die Sportlegenden Luz Long und Jesse Owens“. Sie thematisiert eine der bekanntesten Sportfreundschaften der Geschichte: die Begegnung des Deutschen Luz Long und des amerikanischen Athleten Jesse Owens bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin. In einer Zeit nationalsozialistischer Rassenideologie setzte Long mit seiner Fairness gegenüber Owens ein Zeichen für Menschlichkeit und sportliche Integrität. Long fiel 1943 im Krieg auf Sizilien.
Damit rückt zugleich die friedenstiftende Kraft des Sports in den Blick. Sportliche Begegnungen ermöglichen Verständigung über politische und kulturelle Grenzen hinweg und fördern Werte wie Fairness, Respekt und gegenseitige Anerkennung – Ideen die bis zu den Ursprüngen der von Friedrich Ludwig Jahn begründeten Turnbewegung zurückreichen und aufzeigen, dass Sport bis heute ein Beitrag zum Frieden leisten kann.

Die Ausstellung ist vom 19. März bis voraussichtlich 9. Mai 2026 zu sehen.

Ort:
Jahn-Ehrenhalle
Schützenstraße 17
06632 Freyburg (Unstrut)

Öffnungszeiten:
Donnerstag und Freitag jeweils 10–16 Uhr
sowie jeden zweiten Samstag (21.03.; 04.04.; 18.04.; 02.05.; 09.05.) von 10–16 Uhr

Der Eintritt ist frei. Spenden zugunsten der neuen Dauerausstellung im Jahn-Museum sowie für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. sind willkommen.

Die Ausstellung ist dem im Januar unerwartet verstorbenen Landtagsabgeordneten Rüdiger Erben (1967–2026) gewidmet. Als Landesvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. und langjähriger Unterstützer des Jahn-Museums hatte er die Ausstellung in der Jahn-Ehrenhalle anlässlich des Tages der Demokratiegeschichte initiiert.

Pressemitteilung als pdf zum Download

Ausstellungsplakat als pdf zum Download

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