Pressemitteilung: Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft e. V. wählt neuen Vorstand und erweitert ihr Präsidium – Generalarzt Dr. Bruno Most neuer Präsident

Bildinfo: Neu gewählter Vorstand und Präsidium der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft: v. l. n. r.: Rayk Peiser, Ingo Peschel, Michael Thomas, Dirk Heinecke, Hartmut Jahn, Luisa Töpel, Bruno Most, Udo Mänicke, Jörg Riemer, Norma Henkel und Ehrenpräsident Hansgeorg Kling. © Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft e.V., Foto: Vincent Grätsch

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Pressemitteilung vom 27.08.2026

Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft e. V. wählt neuen Vorstand und erweitert ihr Präsidium – Generalarzt Dr. Bruno Most neuer Präsident

Die Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft e. V. ist ein bundesweit tätiger, gemeinnütziger Verein, der sich der Erforschung, Vermittlung und Auseinandersetzung mit dem Leben und Wirken Friedrich Ludwig Jahns sowie der Geschichte der deutschen Turnbewegung widmet. Als Betreiber des Friedrich-Ludwig-Jahn-Museum in Freyburg (Unstrut) bewahrt und vermittelt die Gesellschaft einen authentischen Erinnerungs- und Bildungsort der deutschen Sport- und Demokratiegeschichte. Seit 2019 gehört das Jahn-Museum zum Netzwerk „Orte der Demokratiegeschichte“.

Die Mitgliederversammlung der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft e. V. hat am 21.08.2026 einen neuen Vorstand und ein erweitertes Präsidium gewählt. Alle Kandidatinnen und Kandidaten wurden einstimmig gewählt. Mit der Neuwahl verbindet die Jahn-Gesellschaft einen Generationenwechsel und zugleich eine deutliche Erweiterung ihrer fachlichen und gesellschaftlichen Vernetzung.

Zum neuen Präsidenten wurde Dr. med. Bruno Most aus Weißenfels gewählt. Der Generalarzt der Bundeswehr ist seit Juni 2025 Kommandeur des Kommandos Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung in Weißenfels. Mit seiner langjährigen Führungs- und Organisationserfahrung sowie seiner Expertise in der Militärgeschichte möchte er künftig die Arbeit der Jahn-Gesellschaft mitgestalten.

Neuer Vizepräsident ist Hartmut Jahn aus Ahorn bei Coburg. Der langjährig ehrenamtlich im Turnwesen engagierte ehemalige Kunstturner blickt auf rund 60 Jahre Vereins- und Verbandsarbeit zurück. Seit 2006 ist er Vorsitzender des Turngaus Coburg-Frankenwald; von 2019 bis 2023 war er Vizepräsident des Bayerischen Turnverbandes.

Als Schatzmeister wurden Rayk Peiser (Kreissportbund Burgenlandkreis) sowie Dr. Norma Henkel als Geschäftsführerin und Museumsleiterin bestätigt. Dem Präsidium gehören künftig weiterhin Udo Mänicke (Bürgermeister, Freyburg) und Prof. Ingo Peschel (Physiker und Experte in Turngeschichte, Berlin) an. Als neue Mitglieder des Präsidiums wurden Dr. Michael Thomas (Historiker und Sportwissenschaftler, Magdeburg), Dr. Dirk Heinecke (Historiker und Sportwissenschaftler, Naumburg), Luisa Töpel, M. A. (Museologin und Geschäftsführerin Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V., Bernburg) und Jörg Riemer (Germanist und Kommunalpolitiker, Weißenfels) gewählt.

Mit den neuen Präsidiumsmitgliedern gewinnt die Jahn-Gesellschaft zusätzliche Expertise aus Sport- und Regionalgeschichte, Museumswesen, Kulturmanagement, Schule und Bildung, Verbandsarbeit sowie kommunaler und regionaler Kulturarbeit. Damit soll die bundesweit tätige Jahn-Gesellschaft durch eine breite fachliche Basis strategisch weiterentwickelt und stärker regional verankert werden.

Mit besonderem Dank verabschiedet die Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft ihren bisherigen Präsidenten Dr. Josef Ulfkotte und ihre bisherige Vizepräsidentin Dr. Gerlinde Rohr, die beide nicht erneut für ihre Ämter kandidierten. Die Mitgliederversammlung würdigte ihr langjähriges Engagement und ihren maßgeblichen Einsatz für die Entwicklung der Jahn-Gesellschaft und des Jahn-Museums. Hansgeorg Kling, Amtsvorgänger von Josef Ulfkotte, wirkt als Ehrenpräsident weiter im Präsidium.

Jahn-Turnfest und Interimsausstellung

Die Neuwahl fällt in eine für die Jahn-Gesellschaft besonders ereignisreiche Zeit. Rund um das Jahn-Turnfest wurde am 19. August 2026 die Interimsausstellung des Jahn-Museums in der Jahn-Ehrenhalle eröffnet. Das historische Jahn-Wohnhaus bleibt aufgrund der Generalsanierung voraussichtlich bis 2029 geschlossen. Mit der Interimsausstellung wird das Museum auch während der Bauphase für Besucherinnen und Besucher erlebbar gehalten.

Die Interimsausstellung verbindet Teile der bisherigen Dauerausstellung mit bislang nicht gezeigten Sammlungsobjekten und Neuerwerbungen und gibt zugleich einen Einblick in die Geschichte der Jahn-Gedenkstätten und der Turnfeste. Die Jahn-Gesellschaft versteht die Übergangszeit zugleich als Chance, ihre Sammlung neu zu erschließen und die Neukonzeption der zukünftigen Dauerausstellung weiter voranzutreiben.