Hansgeorg Kling wird 80

Am 19. Mai 2016 vollendet der Präsident der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft, Hansgeorg Kling, sein 80. Lebensjahr.

 

 

Nach dem Abitur studierte der gebürtige Kasselaner von 1956 bis1962 an den Universitäten Marburg und Wien die Fächer Germanistik, Geografie und Politik und war dann nach dem Referendariat bis zu seiner Pensionierung 36 Jahre lang als Lehrer an der Albert-Schweitzer-Schule in Kassel tätig. Er ist seit 1964 verheiratet, hat zwei Töchter und vier Enkelkinder.

 

Sein erstes Ehrenamt übernahm der Jubilar im Jahre 1963 (Leichtathletikwart des Turngaus Fulda-Eder), weitere Ehrenämter sollten folgen: Schulsportbeauftragter des Hessischen LA-Verbandes, Mitglied des Bundesschiedsgerichts „Jugend trainiert für Olympia“ (1970-1989), Vorsitzender des Akademischen Turnbundes (ATB) (1977-1985), Mitglied des Präsidiums des Deutschen Turner-Bundes (DTB) als Bundeskulturwart und Bundespressewart (1978-1982 und 1986-1990), Vizepräsident des Hessischen Turnverbandes (HTV) (1992-2008). Seit 1992 ist er Vorsitzender des Richard-Wagner-Verbandes Kassel und seit 2006 Präsident der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft, die in Freyburg/Unstrut ihren Sitz hat.

 

Sein ehrenamtliches Engagement wurde mit hohen Auszeichnungen gewürdigt.

Für den vielseitig interessierten Turn- und Opernfreund hatte die eigene sportliche Betätigung immer eine große Bedeutung. 2015 erwarb Hansgeorg Kling zum 40. Male das Goldene Sportabzeichen.

 

Als Präsident der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft setzt der Jubilar die von seinen Vorgängern Jürgen Leirich (†), Hans-Joachim Bartmuß und Harald Braun eingeschlagenen Wege erfolgreich fort und motiviert mit enormer Ausdauer, großer Beharrlichkeit, Ideenreichtum und Weitblick alle Beteiligten, das Jahn-Museum in Freyburg/Unstrut als wichtigen Erinnerungsort deutscher (Sport-) Geschichte weiterzuentwickeln.

 

Als Gesprächspartner wird Hansgeorg Kling hoch geschätzt, als Festredner, vor allem bei Vereinsjubiläen, war und ist er sehr gefragt. In (bisher) etwa 220 Grundsatzbeiträgen, die in der österreichischen Bundesturnzeitung, den ATB-Blättern, Deutsches Turnen und in Turnen in Hessen erschienen, setzte er sich mit der Geschichte und Gegenwart des Turnens auseinander, seit 2006 trägt der Jahn-Report seine Handschrift.

 

Am 19. Mai wird Hansgeorg Kling zahlreiche Glückwünsche zu seinem 80. Geburtstag entgegen nehmen. Die Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft wünscht ihrem Präsidenten für die Zukunft alles Gute und verbindet damit zugleich den Wunsch, ihr weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen!

 

 

Dr. Josef Ulfkotte

Vizepräsident der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft

 

Zwei gelungene Festveranstaltungen in Freyburg

3. Oktober:Burgenlandkreis würdigt 25 Jahre deutsche Einheit

Mit einer kurzweiligen Feierstunde in der Jahn-Ehrenhalle würdigte der Burgenlandkreis am 3. Oktober die Tatsache, dass Deutschland seit 25 Jahren wieder geeint ist. Landrat Götz Ulrich und Altbürgermeister Martin Bertling hoben in ihren Grußworten die Einschnitte und Fortschritte hervor, die das Ereignis von 1990 für die Stadt und für die Region hatte. In seiner Festansprache schlug Dr. Josef Ulfkotte, Vizepräsident der Jahn-Gesellschaft, den Bogen von den Einigungsbestrebungen um 1813/1815 zu den Bemühungen um die Einheit im Vorfeld des 3. Oktober 1990. Hansgeorg Kling, Präsident der Jahn-Gesellschaft, befragte in einem Doppelinterview zwei siebzehnjährige Schülerinnen des Burgenland-Gymnasiums Laucha nach ihren Erfahrungen und Einsichten: Da kam eine sehr unbefangen-frische Sicht auf die neue Einheit zum Ausdruck und viel Zuversicht in die Zukunft der jungen Menschen.

 

8. Oktober: 25 Jahre Einheit des Sports mit DOSB-Präsident Hörmann



Die Feierstunde am 8. Oktober rückte "25 Jahre deutsche Einheit - 25 Jahre Einheit des Sports" ins Blickfeld. Sie geriet trotz der zwei Stunden kurzweilig. 120 Interessierte waren der Einladung der Jahn-Gesellschaft gefolgt. Im Mittelpunkt standen der Festvortrag von DOSB-Präsident Alfons Hörmann und eine hochrangig besetzte Podiumsdiskussion. Hörmann würdigte das im Sport mit dem Ziel Einheit Geleistete und stellte die Doppelfrage, die zugleich die Antwort enthielt: "Wie viel haben wir in den vergangenen 25 Jahren voneinander gelernt? Wie viele Freunde aus dem anderen Teil Deutschlands hat jetzt jeder von uns?"

Die von Dr. Petra Tzschoppe (Leipzig) moderierte Podiumsdiskussion mit Dr. Gerlinde Rohr (Leipzig, Leiterin des dortigen Sportmuseums), Hansgeorg Kling (Kassel, Präsident der Jahn-Gesellschaft) und Silke Renk-Lange (Halle, Olympiasiegerin im Speerwerfen 1992) konzentrierte sich auf Beispiele persönlicher Erfahrungen und Erlebnisse. Sie bezogen sich auf den Spitzensport und den Schulsport sowie das Kulturelle im Sport. In ihren Grußworten hatten zuvor Minister Holger Stahlknecht (Magdeburg) und LSB-Präsident Andreas Silbersack (Halle) drei Aspekte der gewonnenen Einheit angerissen: Die Entwicklung im Fußball, den Vereins-Organisationsgrad in den fünf neuen Bundesländern und die besondere Rolle des ehrenamtlichen Engagements. Die Bewerbung Hamburgs als Olympiastadt 2024 wurde als derzeit größte Herausforderung eingestuft.



Ereignisreiches Turnfest-Wochenende in Freyburg (Unstrut)

Das vorletzte August-Wochenende zog rund 1000 Turnerinnen und Turner nach Freyburg/Unstrut. Die meisten beteiligten sich an den Wettkämpfen des nunmehr 93. Jahn-Turnfestes, das der Landesturnverband Sachsen-Anhalt hier jährlich veranstaltet.

Gut besucht war auch die Mitgliederversammlung der in Freyburg ansässigen Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft, bei der Präsident Hansgeorg Kling und Geschäftsführerin Manuela Dietz mit dem Geschäftsbericht des Präsidiums eine sehr erfolgreiche Tätigkeitsbilanz vorlegen konnten.

Rückenwind bekamen die Verantwortlichen der Jahn-Gesellschaft bei den Ansprachen zur feierlichen Kranzniederlegung am Jahn-Denkmal vor der Erinnerungs-Turnhalle durch den Vertreter des Landessportbundes Sachsen-Anhalt (LSB): Eberhard Bunzel, Geschäftsführer des LSB (Sportvorstand), und durch Bürgermeister Udo Mänicke.

Zum Rahmenprogramm gehörte die Eröffnung der sehenswerten Sonderausstellung: Sie ist Ferdinand Goetz gewidmet, dem langjährigen Vorsitzenden der Deutschen Turnerschaft, dessen Todestag sich im Oktober 2015 zum 100. Male jährt. Für ihr Zustandekommen gilt der Dank Dr. Walter Müller (Halle) und Prof. Dr. Ingo Peschel (Berlin).

Hansgeorg Kling